Ist LED-Licht schädlich für die Gesundheit?

Jede Art von Beleuchtung hat das Potenzial unserem Körper Schaden zuzufügen – auch LED. Das hängt vor allem mit der Art und Weise zusammen, wie man damit umgeht. Bei einem vorgesehenen Gebrauch geht von LED-Beleuchtung keinerlei Gefahr aus, auch nicht von dessen Lichtspektrum.  Selbst wenn eine LED-Lampe zerbricht, müssen Sie sich keine Gedanken um negative Auswirkungen machen. Anders als Leuchstoffröhren oder Energiesparlampen beinhalten die modernen Lampen keinerlei giftige Substanzen. Mehr Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen von LEDs und anderen Beleuchtungslösungen erfahren Sie in diesem Blogartikel.



Das Wichtigste auf einen Blick:


  • LEDs sind nicht gesundheitsgefährdend und enthalten keine giftigen Substanzen
  • Blendung und die falsche Farbtemperatur können sich negativ auf die Gesundheit auswirken
  • Dimmbare Lampen, welche die Farbtemperatur verändern, sind eine gute Lösung
  • Human Centric Lighting gewinnt immer mehr an Bedeutung

 

LED-Licht und seine Wirkung auf die Gesundheit

 

LED-Licht kann sich potenziell, wie jedes andere Licht auch, negativ auf die Gesundheit auswirken. Dies geschieht aber nur in sehr seltenen Fällen – im Alltag sind Sie unter einer LED-Beleuchtung keinem höheren Risiko ausgesetzt als unter dem Licht von Leuchtstoffröhren, Glüh- oder Energiesparlampen. Ein besonderes Augenmerk sollten Sie in jeder Situation auf UV-Strahlung legen: Diese kann sowohl der Netzhaut Ihrer Augen als auch Ihrer Haut Schaden zufügen. Ein erhöhter Anteil an ultravioletter Strahlung findet sich zum Beispiel in Sonnenlicht. Daher kommt es im Sommer auch nicht selten zum Sonnenbrand auf ungeschützter Haut. Das Gute an LEDs: Sie emittieren keine UV-Strahlung und sind somit in dieser Hinsicht absolut risikofrei. 

 

Weißes und blaues Licht

 

Anders als bei einer Glühbirne besteht das Spektrum einer LED aus einzelnen Farbtönen, die zusammen ein weißes Licht erzeugen. Je nach Gewichtung und Zusammensetzung der einzelnen Dioden kann es von Extra Warmweiß (2.700 K und weniger) bis zu Tageslichtweiß (6.500 K und mehr) rangieren. Auch gezielte Farbtöne sind so möglich. Ein entscheidendes Spektrum stellt dabei blaues Licht dar, welches unter Verdacht steht, eine sogenannte Makuladegeneration begünstigen zu können – Tageslichtweißes und kaltweißes Licht hat dabei einen höheren Blauanteil als warmweißes oder extra warmweißes. Hierbei handelt es sich um eine  Erkrankung der Netzhaut, unter der die Sehfähigkeit leidet. Einen wissenschaftlichen Beweis für den Zusammenhang der Krankheit und blauem Licht gibt es bislang nicht.

Vergleicht man zudem künstliches Licht mit natürlichem Sonnenlicht, ist es wahrscheinlich, dass Letzteres wesentlich gefährlicher für die Augen ist als die Beleuchtung durch LED oder andere artifizielle Leuchtmittel – darunter zum Beispiel Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Hinzu kommt, dass die größten Risikofaktoren für diese Erkrankung erwiesenermaßen Rauchen, Bewegungsmangel sowie eine ungesunde Ernährung sind. 

 

LED-Lampen: Risikogruppe 0

 

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt die deutsche Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Diese ordnet sowohl warmweiße als auch kaltweiße LED-Lampen zur Risikogruppe 0 ein. Das bedeutet, dass die Lampen keinerlei Risiko für die Augen darstellen. Um einen Augenschaden zu bekommen, müsste man über mehrere Stunden aus geringer Ferne (unter 20 cm) in die Lampe blicken. Dies ist in einem gewöhnlichen Alltagsszenario mehr als unwahrscheinlich. Als weiterer Risikofaktor kommt die Intensität des Lichts daher: Ein höherer Lumenwert ist potenziell schädlicher für die Augen als ein geringer: Sie sollten somit nicht direkt in gebündeltes Licht blicken, wie es zum Beispiel Strahler oder Fluter ausstrahlen. Von einer Lampe oder Leuchte, zum Beispiel einer matten LED-Glühlampe oder einem LED-Panel, das sein Licht diffus ausstrahlt, geht also kein Risiko aus. 

 

Produkte, die weiches Licht ausstrahlen: 

 

 

 

Ein entscheidender Faktor: UGR

Büroflur mit LED-Panels
LED-Panels bieten eine sehr sanfte Grundbeleuchtung.
(Bild: iStock/Peshkova)

 

Ein weiterer Faktor ist die Blendung, die durch falsche Beleuchtung entstehen kann. Vor allem an Bildschirmarbeitsplätzen ist der sogenannte UGR-Wert ("Unified Glare Rating") von entscheidender Bedeutung. Wird eine Person dauerhaft geblendet, kann das negative Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben. Eine konstant falsche Beleuchtung führt zu Kopfschmerzen, Müdigkeit bis hin zu Schlafstörungen. Durch die richtige Beleuchtungslösung und einen UGR-Wert von mindestens <19 beugen Sie dem vor und erfüllen gleichzeitig die europäischen Richtlinien für Beleuchtung am Arbeitsplatz. LED-Panels mit UGR <19 sind für diesen Zweck zum Beispiel besonders gut geeignet.



Die Bedeutung der Farbtemperatur für die Gesundheit

 

Die Farbtemperatur einer oder mehrerer Lampen hat sowohl Auswirkungen auf die Konzentration als auch auf den Schlafrhythmus. Tageslichtweißes (6.500 K und mehr) und kaltweißes Licht (4.000 K) fördern die Konzentrationsfähigkeit sowie die Produktivität. Aus diesem Grund werden Sie gerne in Industrie- und Produktionsbetrieben sowie Büroräumen eingesetzt. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass diese Farbtemperaturen abends die Produktion von Melatonin hemmen. Dadurch kann unser natürlicher Tagesrhythmus durcheinander kommen. Mögliche Folgen sind Müdigkeit und Schlafstörungen, die sich wiederum negativ auf unsere Gesundheit auswirken können. 

Um den natürlichen Tagesablauf zu unterstützen, können Sie abends warmweißes (3.000 K) oder extra warmweißes (2.700 K und weniger) Licht nutzen. Dieses lässt den Körper entspannen und bereitet ihn auf den Schlaf vor. Smart Lighting eignet sich dafür besonders gut. Viele Produkte aus dieser Kategorie bieten die Funktion "Abstimmbares Weiß". Hierdurch können Sie die Farbtemperatur zwischen 4.000 K (Kaltweiß) bis 2.200 K (Extra Warmweiß) anpassen – und zwar jederzeit per App oder Sprachbefehl. Auch Routinen können über das Smartphone oder Tablet eingespeichert werden. So leuchtet eine Lampe tagsüber in kaltweiß und wechselt ab einem gewissen Zeitpunkt, den Sie bestimmen, auf extra warmweißes Licht. 

Eine weitere Variante der anpassbaren Beleuchtung stellen die sogenannten Dim to Warm-Lampen dar. Diese können Sie über einen LED-Dimmer nicht nur in ihrer Lichtintensität, sondern auch in ihrer Farbtemperatur dimmen. Aus einem Warmweiß (3.000 K) wird so schnell ein Extra Warmweiß (2.700 und weniger) – in diesem Fall ganz ohne Smartphone oder Tablet. Entsprechende Produkte aus beiden Kategorien finden Sie über folgende Links. Wenn Sie sich für eine der Produktgruppen interessieren, klicken Sie einfach auf den jeweiligen Button unter dem Bild

 



Tipp

Symbol Glühbirne

Befinden Sie sich auf einer Kategorieseite, können Sie über die verschiedenen Filter auf der linken Seite nach dem Produkt suchen, das für Ihr Anwendungsgebiet am besten passt. Wählen Sie den passenden Sockel, den Wattverbrauch der zu ersetzenden Lampe und viele weitere Eigenschaften, um genau die passenden Produkte angezeigt zu bekommen.



Das Konzept, welches den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt, heißt übrigens Human Centric Lighting. Wie der Name es bereits nahelegt, wird hier der Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Die Beleuchtung wird so ausgerichtet, dass der natürliche Schlafrhythmus unterstützt und Konzentration und Produktivität gleichzeitig verbessert werden.

 

Und was ist mit der Schädlichkeit der LED-Lampen selbst?

 

LED-Lampen enthalten praktisch keine giftigen Substanzen. Daher kommen Sie normalerweise nicht mit Substanzen in Berührung, die für Ihre Gesundheit schädlich sein können – selbst, wenn eine LED einmal zerbrechen sollte. Trotzdem sollten Sie eine kaputte oder ausgediente LED nicht einfach im Hausmüll entsorgen! Warum? Weil in ihr elektronische Bauteile stecken, die prima recycelt werden können. LED-Lampen sollten Sie daher immer auf einem Wertstoffhof entsorgen. 

 

Ein weiterer Punkt auf der Habenseite von LEDs ist die geringe Wärmeentwicklung. Ganz im Gegensatz zu herkömmlichen Glühbirnen oder Halogenlampen nutzen LEDs nahezu die gesamte Energie zur Lichtentwicklung. Dabei entsteht nur ein sehr geringer Anteil an Wärme. Somit ist das Risiko für eine thermische Gefährdung von Haut oder Augen extrem geirng: Sie können Ihre LED-Lampen in der Regel bereits kurz nach dem Ausschalten anfassen und auswechseln. 

 

Fazit: Ist LED-Beleuchtung schädlich für Ihre Gesundheit?

 

LED-Beleuchtung hat keine negativen Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Die Lampen enthalten keine bedenklichen Substanzen, sind umweltfreundlich und ihr Licht stellt – bei sachgemäßer Nutzung – keine Gefahr für Augen oder Haut dar. Achten Sie auf eine blendfreie LED-Beleuchtung und wählen Sie die passende Farbtemperatur, um Ihren natürlichen Tagesrhythmus zu unterstützen, so treffen Sie mit LEDs die richtige Entscheidung. Ihre herkömmlichen Lampen können Sie also 1:1 auswechseln, ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Und das Beste daran: LEDs sparen Ihnen aufgrund ihrer hohen Effizienz rund 70 % Ihrer Energiekosten!

 

Unsere beliebtesten Produkte: 

 

 

 

Welche Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben andere Beleuchtungslösungen?

 

Da Sie nun über die Gesundheits-"Risiken" von LEDs gelesen haben, schauen wir uns die gängigen Leuchtmittel an, die uns seit vielen Jahrzehnten Licht spenden. Einige davon weisen wirklich ein nicht von der Hand zu weisendes Gesundheitsrisiko auf: Energiesparlampen und Leuchtsoffröhren.  

 

Glühbirne

Welchen Einfluss hat die Glühlampe auf Ihre Gesundheit?


Wir alle kennen die traditionelle Glühlampe mit ihrem schönen, warmen Licht. Auch wenn sie nicht direkt negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat, so sind die indirekten Folgen frappierend: Die Glühbirne ist besonders ineffizient und hat entsprechend eine sehr kurze Lebensdauer. Durch die schlechte Umweltbilanz und die hohe Austauschhäufigkeit sorgt die klassische Glühbirne also indirekt für Umweltbelastungen und hat damit auch einen passiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Aus diesem Grund darf diese Art von Leuchtmittel seit 2009 in der EU nicht mehr produziert und nur noch Restbestände verkauft werden.

Leuchtstoffröhre

Wie wirkt die Leuchtstoffröhre auf Ihre Gesundheit?


Auch Leuchtstoffröhren können sich negativ auf die Gesundheit auswirken, denn ihr Licht flackert häufig. Sichtbar wird dies vor allem beim Einschalten einer Röhre. Aber auch im Betrieb selbst flackert die Röhre ununterbrochen – unser Auge nimmt dies aber nicht immer wahr. Durch das Flackern und die dadurch entstehende erhöhte Belastung der Augen können Kopfschmerzen bis hin zur Migräne hervorgerufen werden. Wie können Sie erkennen ob Ihre Leuchtstoffröhre flackert? Schalten Sie Ihre Smartphone-Kamera ein und richten Sie sie auf die Röhre. Sehen Sie nun ein Flackern, so sollten Sie das Produkt umgehend ersetzen. Leuchtstofflampen enthalten zudem hochgiftiges Quecksilber. Geht eine Leuchte kaputt, wird das austretende Quecksilber in die Umgebung abgegeben.

Energiesparlampe

Ist die Energiesparlampe gesundheitsgefährdend?


Energiesparlampen sind voller gesundheitsschädlicher Chemikalien wie Quecksilber. Wenn eine Lampe zerbricht, kann der giftige Dampf wochenlang in der Luft hängen bleiben. Energiesparlampen emittieren außerdem eine elektromagnetische Strahlung, die zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Trotz ihres Namens sind sie längst nicht mehr das energieeffizienteste Leuchtmittel auf dem Markt: Wegen ihrer schlechten Lumen/Watt-Rate werden sie ab dem 1. September 2021 aus dem europäischen Handel ausgephast. Mehr dazu lesen Sie im Blogeintrag: Ausphasung von Lampen 2021: Das sollten Sie beachten!
 

Halogenlampe

Was macht die Halogenlampe mit unserer Gesundheit?


Halogenlampen enthalten einige Schwermetalle, die allerdings nur freigesetzt werden, wenn die Lampen zerbrechen. Genau wie bei der Glühbirne gilt auch für die Halogenlampe: Aufgrund der schlechten Energiebilanz hat diese Form der Beleuchtung negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Aus diesem Grund wurde 2018 ein EU-weites Halogenlampen-Verbot eingeführt: Die Restbestände dürfen weiterhin verkauft, neue Ware aber weder produziert noch importiert werden. Wir empfehlen: Wechseln Sie zu zeitgemäßer und energieeffizienter LED-Beleuchtung!



 


 

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